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Kritik an Einladung zum »Kriegsende«

Thüringen: Rot-Rot-Grün will den 8. Mai zum »Tag der Befreiung« machen

Berlin. Während die rot-rot-grüne Landesregierung einen Gesetzesentwurf vorbereitet, um den 8. Mai künftig als »Tag der Befreiung« zu begehen, hat der Landtagspräsident Christian Carius (CDU) zu einer Veranstaltung »anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges« eingeladen - und erregte Protest. Die Fraktionschefin der LINKEN, Susanne Hennig-Wellsow, schrieb an Carius, sie »begrüße es ausdrücklich«, dass das Parlament, des 8. Mai 1945 gedenkt. Doch die Veranstaltung werde dem Anlass »nicht ansatzweise« gerecht. Wer den 8. Mai ausdrücklich nicht als Tag der Befreiung, sondern nur als 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges apostrophiert (der erst mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945 endete), gerate »zumindest in den Verdacht der Geschichtsumdeutung«. Hennig-Welsow erwartet, dass Carius »in geeigneter Form zügig und unzweideutig« klarstellt, dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war.

Auch die Vorsitzende der Thüringer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten, Elke Pudzuhn, kritisiert die Einladung. Dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war, sollte »gerade in Thüringen im Schatten Buchenwalds« unstrittig sein. hei

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