Leipziger Handballer auf Spielersuche

  • Von Torsten Teichert, Leipzig
  • Lesedauer: 2 Min.
Der ThSV Eisenach erwartet am Karsamstag Zweitligaspitzenreiter SC DHfK Leipzig zum Ostduell. Beide Handballteams wollen in die stärkste Liga der Welt - und benötigen jeden Punkt.

Der ThSV Eisenach und der SC DHfK Leipzig haben vor dem Handball-Ostduell in der 2. Bundesliga am Samstag aus ganz verschiedenen Gründen ordentlich Druck. Den Thüringern droht im Kampf um den Aufstieg eine Zitterpartie bis zum letzten Spieltag. Die Sachsen können angesichts der souveränen Tabellenführung zwar recht gelassen sein, kommen aber angesichts der noch unsicheren Lage bei ihren Personalplanungen nicht richtig voran.

Ein bald feststehender Aufstieg würde die Chancen des Europacup-Siegers von 1966 im Poker um erstligaerfahrene Stützen erleichtern. »Viele machen es auch davon abhängig und wollen nur kommen, wenn wir erste Bundesliga spielen. Das macht die Planung schwieriger«, sagte DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar. Die Handballikone ist wie Geschäftsführer Karsten Günther und Trainer Christian Prokop auf Spielersuche - noch fehlen die entscheidenden Unterschriften.

An solche Planspiele wird die Truppe um Spielmacher Philipp Weber beim Einlaufen in den Hexenkessel Werner-Aßmann-Halle freilich nicht denken. »Wir müssen versuchen, unser System wieder zu finden und durch unsere Tugenden Kampf, Emotionalität und Geschlossenheit zu glänzen«, sagte der 22-Jährige: »Wir stellen uns diesem Fight. Eisenach hat sich nach seinem Trainerwechsel stabilisiert und ist konstanter in der Leistung geworden.«

Nach einem Fehlstart in die Saison brachte der von Weber gelobte Velimir Petkovic die Truppe auf Kurs. Zu den Rückschlägen gehörte die 28:29-Niederlage im November in Leipzig. Für Petkovic ein lehrreicher Ausflug: »Dieses Spiel hatte mir gezeigt, woran wir noch arbeiten mussten.« Zuletzt war kaum noch Sand im Getriebe, mit einer Serie von 29:3 Zählern wurde der Kontakt zu den Aufstiegsplätzen hergestellt.

Eine gelungene Revanche würde die Chancen auf die sofortige Rückkehr ins Oberhaus weiter verbessern. »Jeder in der Mannschaft freut sich auf dieses Spiel. Es geht ja langsam ins Finish der Saison und da ist jedes Spiel ein kleines Endspiel - egal gegen welchen Gegner«, meinte Petkovic und lobt den Kontrahenten: »Eine überaus ehrgeizige junge Truppe mit schnellem, beweglichem und leidenschaftlichem Handball. Da kann man nur Komplimente verteilen. Sie stehen völlig verdient mit klarem Vorsprung an der Tabellenspitze. Da geht nichts mehr schief.« Stimmt vermutlich, aber nach der ersten Heimniederlage der Saison gegen Nordhorn-Lingen will der SC DHfK unverzüglich in die Erfolgsspur zurück. dpa

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