Fußball im Zeichen des Roten Sterns

Folge 61 der nd-Serie »Ostkurve«: Wichtiger als Siege sind in Halle die Gemeinschaft und das Engagement gegen Rassismus

  • Von Max Zeising
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Es ist Freitag, 18 Uhr. Das Unikum, eine Rock- und Sportbar im Herzen von Halle, hat zwar gerade erst geöffnet, doch der Laden füllt sich schnell. Einige gehen gleich zum Billard. Andere setzen sich erst einmal, gucken Fußball: 1. FC Union Berlin gegen St. Pauli, das Duell der Zweitliga-Kultvereine. Wirt Mirko Baderke, ein Fan des Halleschen FC und von Bayern München, schenkt reihenweise Bier und »Ost-Cola« aus. Feierabendstimmung in Halle.

Für Maria Kühne, Nathalie Lukas und Anja Köhler ist das Unikum der perfekte Ort: eine Fußballkneipe, die gleichzeitig ein bisschen alternativ ist. Sie sind Spielerinnen des Amateurvereins Roter Stern Halle - eines Klubs, der sich Antirassismus auf die eigene Fahne geschrieben hat und großen Wert auf Gemeinschaft legt. Man merkt den drei Fußballerinnen an, wie wohl sie sich dort fühlen. »Man wird sofort aufgenommen. Und man wird auch nicht kritisiert, wenn man anders aussieht oder schlecht s...


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