Ein Albtraum auf der Malfläche

Neue und frühere Arbeiten von Volker Stelzmann in der Galerie Poll

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Unübersehbar ist die Figurenfülle in Volker Stelzmanns hoch- wie breitformatigen Bildern, vielfach verflochten, versatzstückhaft versetzt das Geschehen auf seinen Tafeln - auf der Straße, im neutralen Raum, in Passagen und Tunneln, im Varieté, im Vergnügungsetablissement oder im Flüchtlings- bzw. Obdachlosenquartier. Ein Porträt quer durch die heutige Großstadtgesellschaft. Aschermittwoch-Stimmung am Ende des Karnevals. Die Figuren, Symbole des fragmentarischen modernen Ich-Bewusstseins, aus Mementos zusammengebaut, sind aneinander gereiht, sie behaupten ungerührt ihren Platz über dem anderen oder pressen sich schutzsuchend aneinander, sie bedrängen und stützen sich, sie versuchen zu fliegen, sie taumeln, stürzen zu Boden. Figuren, die im Dunkeln tappen. Dabei bringt sich der in Dresden gebürtige Künstler, der fast vier Jahrzehnte in Leipzig lebte, bevor er 1986 nach Berlin (West) übersiedelte, immer wieder selbst ein, mal als Obdachlo...


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