Sachsen plant mehr Mittel für Gedenkarbeit

Schicksal der Dokustelle zu Kriegsgefangenen unklar

Dresden. Sachsen fördert die Gedenkstättenarbeit mit zusätzlichen Mitteln. Der Entwurf des Doppelhaushaltes der CDU/SPD-Koalition sehe für die Jahre 2015 und 2016 jeweils rund 2,1 Millionen Euro vor, sagte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hanka Kliese in Dresden. Das sind jährlich 105 000 Euro mehr als bisher. In den «Tagen der Geschichtsvergessenheit» gelte es etwas entgegenzusetzen, sagte Hanke mit Blick auf die asylfeindliche «Pegida»-Bewegung.

Die Mittel fließen den Angaben zufolge in die Dresdner Gedenkstätte Bautzner Straße in der ehemaligen Stasi-Zentrale sowie in die Initiative Jugendwerkhof Torgau, sollen aber auch der Dokumentationsstelle sowjetischer Kriegsgefangener in Dresden zugute kommen. Allein 2014 habe es dort mehr als 1000 Anfragen gegeben. Die Dokumentationsstelle hatte ihre Arbeit Ende letzten Jahres eingestellt, nachdem die Bundesregierung ihre finanzielle Beteiligung an dem Projekt eingestellt hatte. Damit war eine Fördersumme von zuletzt 150 000 Euro weggefallen. In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Bundestagsabgeordneten der LINKEN Stefan Liebich teilte Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Monika Grütters, mit, die Erfassung sämtlicher Unterlagen zu sowjetischen Kriegsgefangenen sei im Rahmen eines zeitlich begrenzten Projekts nicht leistbar. Ferner schlössen die «zuwendungsrechtlichen Bestimmungen eine »Fortführung des Projektes im bisherigen Zuschnitt aus«. epd/nd

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