Wenn Berlin Athen Moskau übelnimmt

Wer verprellt hier wen als Partner? Der bevorstehende Besuch des griechischen Premiers Tsipras in Russland schlägt in Deutschland politische Wellen

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Der bevorstehende Besuch von Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras in Moskau schlägt hierzulande Wellen. Der SYRIZA-Chef wird am kommenden Mittwoch in Russland erwartet. Dass ein »normaler« Staatsbesuch vor dem Hintergrund eines neuen Kalten Krieges zwischen Europa und Russland sowie der laufenden Auseinandersetzungen um die EU-Krisenpolitik nicht zu erwarten sein kann, ist das eine. Das andere ist, was in das Vorgehen der SYRIZA-geführten Regierung hineininterpretiert wird.

Die Bundesregierung hatte auf die geplante Reise von Tsipras zunächst gelassen reagiert. »Wir waren ja auch schon in Moskau«, wurde Kanzlerin Angela Merkel Anfang der Woche zitiert. Inzwischen mehren sich aber wieder die Ermahnungen Richtung Athen. Diese haben zwei Stoßrichtungen - einerseits geht es um die Russlandpolitik der EU. Die ARD formuliert dieses Motiv so: »Dass Griechenland doch noch zum Keil werden könnte, den Russlands Präsident Wladi...


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