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Vertane Chance

Simon Poelchau über Frank Bsirskes Eintreten für die Braunkohle

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich den Zorn des Chefs der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, zugezogen. Der Grund hierfür ist diesmal allerdings nicht Gabriels Nähe zur Industrie, sondern ausgerechnet sein Plan, eine Sonderabgabe für besonders klimaschädliche Kohlekraftwerke einzuführen.

Natürlich muss Bsirske als hoher Gewerkschaftsfunktionär immer zunächst an die Beschäftigten einer Branche denken, wenn diese durch Vorgaben aus der Politik in Mitleidenschaft gezogen wird. Natürlich muss die Energiewende auch für die Beschäftigten in der Kohleindustrie sozial verträglich gestaltet werden. Doch hätte man sich von Bsirske bezüglich seiner Kritik an der Kohle-Abgabe mehr Sinn für den Klimaschutz erwartet. Schließlich besitzt der ver.di-Chef als einziger Gewerkschaftsboss hierzulande ein Grünen-Parteibuch. Deswegen müsste gerade er wissen, dass Arbeitsplätze, die auf der Zerstörung der Natur beruhen, nicht nachhaltig sind. Offenbar bewahrt der Posten als stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender des Energieriesen RWE Bsirske vor dieser Einsicht.

Dies ist eine vertane Chance, da es gerade eine Aufgabe der Gewerkschaften wäre, zu gewährleisten, dass aus der notwendigen ökologischen Transformation auch eine soziale wird.

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