Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Gedenken an Burak Bektas

Initiative plant Gedenkstein

Knapp 150 Menschen erinnerten am Ostersonntag an den dritten Jahrestag der Ermordung von Burak Bektas im Südneuköllner Ortsteil Buckow. Aufgerufen zu der Kundgebung am Tatort gegenüber dem Krankenhaus Neukölln hatte die »Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak B.«, in der sich Angehörige und Freunde von Bektas sowie antirassistische Organisationen und Einzelpersonen zusammengeschlossen haben. Die Initiative wollte so ihrer Forderung nach gezielten Ermittlungen in Richtung eines rassistischen Motivs und einer möglichen NSU-Nachahmungstat Nachdruck verleihen. Von dem Täter fehlt auch drei Jahre nach der Tat bisher jede Spur.

Der 22-jährige Bektas unterhielt sich in der Nacht zum 5.April 2012 auf der Straße mit Bekannten, als ein Mann, der von den Überlebenden als zwischen 40 und 60 Jahre alter weißer Mann beschrieben wird, auf die Gruppe zutrat und ohne vorherige Kommunikation schoss. Burak starb wenig später an seinen Verletzungen. Zwei weiter junge Männer wurden schwer verletzt. Alle Opfer hatten einen Einwanderungshintergrund.

Sprecher der Initiative arbeiten in ihren Redebeiträgen Parallelen zu den Morden des »Nationalsozialistischen Untergrund« und zahlreiche Indizien heraus, die darauf hindeuten, dass auch Brurak Bektas einem rassistischen Mord zum Opfer gefallen sein könnte. Sie wollen ihre Arbeit fortsetzen und bei einer Veranstaltung am 17.April im Kreuzberger Biergarten Jockel mit anderen antirassistischen Initiativen über Strategien diskutieren. So ist etwa ein Gedenkstein in Vorbereitung.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln