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Thüringer Senioren sind wissbegierig

Hunderte nutzen Angebote an Hochschulen

Erfurt. Wissensdurstige Senioren in Thüringen: Hochschulen stoßen mit ihren Angeboten für Rentner auf großes Interesse. Im vergangenen Wintersemester bildeten sich Hunderte Senioren weiter und besuchten eigens für ältere Menschen konzipierte Veranstaltungen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die wenigsten von ihnen nahmen jedoch ein reguläres Studium von mehreren Semestern auf. Die Universität Jena zählte 13 betagte Studenten, die Hochschulen in Erfurt und Ilmenau jeweils einen. Dagegen bleibt die Zahl der Gasthörer auf einem hohen Niveau.

An der Friedrich-Schiller-Universität Jena gab es im vergangenen Wintersemester 181 Gasthörer im Alter ab 50 Jahren, darunter 99, die älter als 65 waren. Sie interessierten sich nach Angaben eines Sprechers vor allem für Geschichte und Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik. Nach Zahlen aus dem Wissenschaftsministerium hatte die Universität einen Anstieg bei den Anmeldungen zu verzeichnen: Im Wintersemester 2013/2014 waren es noch 145 gewesen.

An der Universität Erfurt gab es kaum Veränderungen. Neben dem einen fest eingeschriebenen Studenten zählte die Hochschule nach eigenen Angaben 46 Gasthörer im Alter von über 60 Jahren. Im Wintersemester vor einem Jahr waren es 48, vor zwei Jahren noch 55 Gasthörer im fortgeschrittenen Alter. An der Bauhaus-Universität in Weimar sind es fünf gewesen. Diese Zahl hat sich laut einer Ministeriumssprecherin seit 2010 nicht verändert.

An der Technischen Universität (TU) Ilmenau schrieb sich im vergangenen Herbst ein einziger Rentner ein. »Der 72-jährige frühere Ingenieur studiert Elektrotechnik«, berichtete ein Sprecher der Hochschule. Er wolle sich auf den aktuellen Stand der Technik bringen. Wie viele andere Hochschulen auch, bietet die TU eine Senioren-Akademie. Ihr Zuspruch ist weitaus höher. Zwischen 80 und 100 Senioren kämen zu den monatlichen Vorlesungen, sagte der Sprecher. In diesem Frühjahr geht es um Themen wie Nanotechnologie und Bauhaus.

In der Landeshauptstadt heißt diese Veranstaltungsreihe »Erfurter Kolleg«. 160 Interessierte kamen im vergangenen Semester, die meisten von ihnen waren Senioren, wie eine Sprecherin berichtete. In Jena bilden sich in der Regel zwischen 250 und 300 Teilnehmer beim Seniorenkolleg weiter. »Diese Seminare sind explizit für ältere Menschen gemacht. Da wird zum Beispiel für Informationen auf Folien eine größere Schriftart verwendet«, erklärte ein Sprecher. Bei diesen Veranstaltungen geht es um durchaus lebensnahe Themen: Im Juni soll über den Ruhestand im Wandel der Zeit und die Frage diskutiert werden, ob es ein Leben nach der Arbeit gibt. dpa/nd

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