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Novalis, die Hippies und eine Leseratte

Die Ausstellung »Des Knaben Wunderhorn« des Hallenser Künstlers Moritz Götze bereichert das Jenaer Themenjahr

  • Von Doris Weilandt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit einem Themenjahr gedenkt Jena der Frühromantiker, die einst in die Stadt kamen, um das Land zu verändern. Der Hallenser Künstler Moritz Götze sieht in ihnen »die Hippies des 18. Jahrhunderts«.

Ein Jüngling mit Rotschopf liegt gelassen auf der Erde eines spärlich grünenden Gartens. Er bläst in eine Tröte, die raumgreifende Schwingungen produziert. Mit »Fünf Bar Naturpoesie« formuliert Moritz Götze in unverkennbarer Formensprache seine Sicht auf einen Begriff, der heutzutage häufig mit einer heilen Welt gleichgesetzt wird. Und er hinterfragt die Gedanken jener Philosophen und Dichter, die ab Ende des 18. Jahrhunderts als Frühromantiker einer damals umstürzlerischen Bewegung ihren Namen gaben, er fragt nach ihrer Bedeutung für die Nachwelt. Mit der Ausstellung »Des Knaben Wunderhorn« reagiert der Pop-Art-Künstler Götze, 1964 in Halle (Sachsen-Anhalt) geboren und dort verwurzelt, auf das Themenjahr zur Romantik in Jena.

Im Vordergrund jenes Bildes von Götze liegt das »Athenaeum«, die programmatische Zeitschrift, in der die Brüder Schlegel, Novalis und Tieck Abhandlungen in fragmentarischer Form veröffentlichten. Eine Ratte intere...


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