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Nicht alle schweren Waffen weg

Extremisten-Chef im Kiewer Generalstab / Ministerium finanziert »Rechten Sektor«

Die gegenseitigen Beschuldigungen eines Bruchs der Waffenruhe in der Ostukraine wurden am Dienstag fortgesetzt. Der Rechtsextremist Dmitro Jarosch zog in den Kiewer Generalstab ein.

Knapp zwei Dutzend Verstöße gegen die Waffenruhe mit Handfeuerwaffen und Mörsern meldete am Dienstag die ukrainische Armeeführung und machte dafür die Aufständischen der Ostukraine verantwortlich. Todesopfer habe es nicht gegeben, zwei Soldaten hätten Verletzungen erlitten, hieß es in örtlichen Medien unter Berufung auf einen Sprecher der »Anti-Terror-Operation«.

Die Separatisten in der Großstadt Donezk berichteten von Angriffen des Militärs mit Panzern und schwerer Artillerie. Die Konfliktparteien sollen schweres Kriegsgerät als Teil des Mitte Februar vereinbarten Friedensplans aus dem Frontgebiet abziehen. Einen vollständigen Abzug könne er aber bislang nicht bestätigen, sagte Michael Bociurkiw von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) dem Radiosender Westi.

Dmitro Jarosch, Führer des extremen »Rechten Sektors« wurde nach Angaben vom Wochenende zum Berater im Kiewer Verteidigungsministerium ernannt. Der 43-jährige Parlamentsabgeordnete steht dem Generalstabschef der Armee, Viktor Mudschenko, zur Seite. Ein Jarosch-Sprecher sagte, der »Rechte Sektor« bleibe »autonom«, werde künftig aber vom Verteidigungsministerium finanziert. »Unsere Kämpfer werden künftig gut bewaffnet sein«, fügte Artem Skoropadski hinzu. Bei den prowestlichen Protesten in Kiew hatten Anhänger des »Rechten Sektors« häufig gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten angezettelt.

Aus der Stadt Charkow wurden zwei Explosionen gemeldet. In beiden Fällen gab es keine Verletzten. Agenturen/nd

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