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Warum Fatima Dzanic Mut machen will

Auch im bosnischen Bijeljina kämpfen Roma mit Armut und Diskriminierung

  • Von Philipp Hedemann, Bijeljina
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Europa leben bis zu zwölf Millionen Sinti und Roma, wie in Bosnien-Herzegowina meist in bitterer Armut und diskriminiert. Viele träumen deshalb von einem Leben in Deutschland.

Ein paar Klamotten und Plastikflaschen, ein Reifen, ein Kanister, ein kaputter Computermonitor, ein bisschen Altmetall. Das ist die Ausbeute. Über acht Stunden hat der zwölfjährige Roma Shaban aus dem bosnischen Bijeljina dafür mit seiner Mutter Mevelida und seinem Vater Ahmo Mülltonnen durchwühlt und sich als Zigeuner beschimpfen lassen. Bis zu 50 000 Roma leben in Bosnien-Herzegowina, in Europa sollen bis zu zwölf Millionen Sinti und Roma zu Hause sein. Am 8. April erinnert der Welt-Roma-Tag daran, dass sie noch immer diskriminiert werden.

Als Ahmo seinen schrottreifen Opel zum Stehen bringt, stürmen seine Töchter Habiba, Samila und Sanela aus dem winzigen Haus. Was haben Shaban, Mama und Papa gefunden? Warme Klamotten gegen die Kälte? Etwas Modisches gegen die fiesen Blicke in der Schule? Etwas Schönes zum Spielen? Etwas, das sich gut zu Geld machen lässt, damit endlich mal wieder Fleisch auf dem Teller landet? »Abends oft ...


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