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Bundesagentur streicht Tausende Stellen

Behörde plant massiven Jobbau im eigenen Haus

Weil die offiziellen Arbeitslosenzahlen sinken, will die Bundesagentur für Arbeit Mitarbeiter einsparen.

Jobverlust beim Jobvermittler: Insgesamt 17 000 Stellen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) bis 2019 abbauen, berichtete das »Handelblatt« am Dienstag und berief sich dabei auf BA-Vorstand Heinrich Alt. Die Bundesagentur ist mit 95 000 Mitarbeitern die derzeit größte Bundesbehörde. Ein BA-Sprecher bestätigte gegenüber »nd« den Bericht und ergänzte: »Wir tragen damit auch der guten wirtschaftlichen Situation Rechnung.« Weniger Arbeitslose, weniger eigene Mitarbeiter, so die Faustformel. Der BA-Sprecher verwies darauf, dass man nun jene zusätzlichen Kapazitäten reduziere, die man in den Krisenjahren 2009 und 2010 aufgebaut habe. Sollte sich die Konjunktur eintrüben, könnte die Behörde auch mit Neueinstellungen reagieren.

Ein Großteil des Stellenabbaus sei bereits vollzogen, so der Sprecher. »Tatsächlich sind es nur noch 5000 Stellen, die wir bis 2019 einsparen.« Er unterstrich, dass man dabei auf Entlassungen verzichte. Stattdessen würden befristete Stellen nicht verlängert oder Mitarbeiter, die in Rente gehen, nicht ersetzt.

Dieser geräuschlose Arbeitsplatzabbau ist auch möglich, weil die BA über Jahre viele Neueinstellungen befristete. In erster Linie soll der Personalrückgang die Arbeitsagenturen betreffen. Vor allem dort, wo die Erwerbslosigkeit niedrig ist. Aber auch Jobcenter werden zukünftig auf Mitarbeiter verzichten müssen.

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