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Posen, Pathos, Politik

Stiftungsleiter kritisiert deutsche Gedenkkultur

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Gedenken« ist eine schwierige Sache - zumal, wenn es von Staats wegen erfolgt und von Politikern vorgenommen wird. Das sind Menschen, denen das Erzeugen von Emotionen und Wirkungen zur zweiten Natur geworden ist. Und Staaten sind Gebilde, die unter Rechtfertigungsdruck stehen, für ihren Zustand, ihr Selbstverständnis und ihr Handeln.

Kommen diese Faktoren zusammen, wird die Mischung mitunter unbekömmlich. Ohne Bezug auf die am Wochenende anstehenden Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald, aber in ihrem Vorfeld hat der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner, scharfe Kritik daran geübt, wie solche Feiern oft abliefen: Nicht selten komme es zu einem »gedankenlosen Kult der Erinnerung«, zu »Betroffenheitskitsch«, Politiker dröschen »hohle Pathosformeln...


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