Sanierung von 65 Straßen und Brücken

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: 2 Min.
Verkehrsministerin Schneider stellte ein 100-Millionen-Euro-Programm zur Instandsetzung von Ortsdurchfahrten vor.

Nach Jahren der Zurückhaltung bei den Investitionen in den Straßenbau will das Land Brandenburg nun für eine Verbesserung des Zustands der Ortsdurchfahrten sorgen. Mit zusätzlich 100 Millionen Euro für fünf Jahre können 60 Straßen und fünf Brücken instandgesetzt werden. Das kündigte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Freitag an.

Die Landstraßen sind ihr zufolge überwiegend in einem anständigen Zustand. Inzwischen gebe es aber Ortsdurchfahrten, die »befinden sich in Auflösung«, sagte die Ministerin und nannte als Beispiel eine Ortsdurchfahrt in Teltow. Der Anteil der Ortsdurchfahrten, die sich in einem schlechten Zustand befinden, habe sich in den vergangenen Jahren auf nahezu 60 Prozent erhöht. Mit dem zusätzlichen Geld könne man Straßen erneuern und ausbauen, »für die wir sonst keine Mittel gehabt hätten«. Eine Reihe von Wünschen könne dennoch angesichts begrenzter Mittel auch in den kommenden Jahren nicht erfüllt werden, räumte Schneider ein. Vielmehr gehe es darum, den Trend zur weiteren Zustandsverschlechterung aufzuhalten. Das Land müsse den »abschüssigen Weg verlassen«. Mit den Bauarbeiten werde man die 100 Millionen Euro nicht völlig ausschöpfen, machte die Ministerin denen Mut, deren Wünsche vorerst abgelehnt werden mussten. »Es gibt auch noch ein Leben danach.« 2015 sollen 7,5 Millionen Euro verplant beziehungsweise verbaut werden, im Jahr darauf 20 Millionen und dann 25 Millionen.

Die Fachgemeinschaft Bau sprach von einem ersten Schritt in die richtige Richtung. Hauptgeschäftsführer Reinhold Dellmann schränkte aber ein: »Die Summe ist deutlich zu niedrig für ein Aufhalten des fortschreitenden Werteverzehrs.«

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