Mutmaßungen über Braunkohle

Grüne fürchten Rohstofflieferung aus dem Lausitzer Revier in tschechische Kraftwerke

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Interessieren sich tschechische Energiekonzerne für Vattenfalls Braunkohlesparte, weil Enteignungen für Tagebaue im Nachbarland seit 2012 nicht mehr zulässig sind? Das wäre naheliegend.

»Es kann nicht sein, dass die Menschen in Proschim ihre Heimat verlieren, weil in Tschechien Enteignungen für Braunkohle nicht mehr möglich sind«, sagt die Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky (Grüne). Das Dorf Proschim soll der Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd weichen, damit das Kraftwerk Schwarze Pumpe über das Jahr 2025 hinaus mit Braunkohle beliefert werden kann. Die Grünen reimen sich jetzt zusammen, dass Schwarze Pumpe möglicherweise gar keine Zukunft hat, dass die Kohle stattdessen exportiert und in tschechischen Kraftwerken verfeuert werden könnte. Der schädliche CO2-Ausstoß würde weitergehen. Der Transport über weite Strecken würde die Klimabilanz der Kohle sogar noch verschlechtern. Aber die Jobs in den Kraftwerken wären für Brandenburg verloren.

Die Überlegungen sind nicht völlig aus der Luft gegriffen. Schließlich möchte der schwedische Energieriese Vattenfall seine Lausitzer Braunkohlesparte verkaufen. Der tsch...

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