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Mehr als nur ein verlorenes Spiel

Alexander Ludewig sieht eine Krise beim FC Bayern München

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

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Einen schlechten Tag hat jeder mal. Wenn die guten aber ganz offensichtlich weniger werden, dann stimmt meist etwas Generelles nicht. Das 1:3 in Porto war zwar erst die vierte Niederlage des FC Bayern im 41. Pflichtspiel dieser Saison. Es war gleichzeitig aber auch die dritte nach der Winterpause. Sicherlich hatten die Münchner in Porto nicht ihren besten Tag. Da aber die Niederlage aus den gleichen eigenen Schwächen resultierte, wie das 1:4 in Wolfsburg und das 0:2 gegen Mönchengladbach in der Bundesliga, ist es mehr als nur ein verlorenes Spiel. Der FC Bayern befindet sich in einer Krise.

Die Münchner haben ihre Souveränität verloren, verteidigen schlecht und schaffen es gegen gute Gegner nur noch selten, in der Offensive gefährlich zu werden. Neun der bislang 13 Gegentore in der Bundesliga kassierten die Münchner in den vergangenen zweieinhalb Monaten. Wenig souverän geht der FC Bayern auch mit dieser Situation um. Die erste Reaktion ist immer wieder der Verweis auf die verletzten Spieler. Aber: In Wolfsburg, beim 1:4, standen sowohl Arjen Robben und David Alaba auf dem Platz. Oder: Den berauschenden 7:1-Sieg gegen AS Rom erlebte Franck Ribéry 70 Minuten auf der Bank.

Ausreden, viel mehr kommt nicht vom FC Bayern - ein weiterer Indikator für eine Krise. Kritik war von den Münchnern auch nach dem in der Champions League vielleicht vorentscheidenden Mittwochabend nicht zu hören. Der Grund: Das Urvertrauen in den Trainer. Pep Guardiola wurde schließlich geholt, um auch in Europa dauerhaft Titelkandidat Nummer eins zu sein. Keine Frage, der Spanier ist noch immer einer der weltbesten Trainer. Aber er ist eben auch nur ein Mensch, der nicht immer eine Lösung findet, was die Bayern - auch zitierfähig - aber glauben.

Und Guardiola macht Fehler. Taktische werden, wie in Porto, oft sofort bestraft. Die Quittung für planerisches Versagen kommt meist etwas später. Der größte Fehler der Münchner Macher war, Toni Kroos nach Madrid ziehen zu lassen. Dass es dabei nicht ums Geld ging, zeigt Xabi Alonso, dem man das Gehalt zahlt, welches Kroos verweigert wurde. Aber der 33-jährige Spanier hat seine beste Tage schon lange hinter sich - und die schlechten häufen sich, wie auch in Porto, offensichtlich.

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