Beihilfe zu Mord in 300 000 Fällen

In Lüneburg beginnt 70 Jahre zu spät der Prozess gegen einen SS-Mann, der im Vernichtungslager Auschwitz seinen »Dienst« versehen hat

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Am heutigen Dienstag beginnt in Lüneburg der Prozess gegen Oskar Karl Otto Gröning. Der SS-Unterscharführer war Leiter der Gefangeneneigentumsverwaltung (G.E.V.) im Nazi-Vernichtungslager Auschwitz.

Es sind drei Männer, denen Beihilfe zum vieltausendfachen Mord vorgeworfen wird: Hubert Z. (94) aus Mecklenburg-Vorpommern, Reinhold H. (93) aus Nordrhein-Westfalen und Oskar Gröning (93), wohnhaft in Nienburg an der Weser. Die drei gehören zu jenen Tausenden Verbrechern, die die Bundesrepublik Deutschland hinter dem Anstand des Namensvetters und Judenretters Oskar Schindler versteckte. Am heutigen Dienstag beginnt der Prozess vor der 4. Großen Strafkammer in Lüneburg. Die 85-seitige Anklage der Staatsanwaltschaft Hannover wirft dem einstigen SS-Buchhalter Beihilfe zum Massenmord vor.

Nein, Oskar Gröning hat kein Zyklon B in die Schächte gefüllt. Keiner der drei SS-Leute soll selber getötet haben. Doch während sie als »Rädchen« in Auschwitz das erfüllten, was sie als Pflicht ansahen, wurden in dem Lager mindestens 1,1 Millionen Menschen umgebracht: Juden, Polen, kriegsgefangene Sowjetbürger, Sinti und Roma ... Die drei Angekla...

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