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Mörderischer Akt: Verbannung ins Nichts

In Zeitun, heute Süleymanli, begann der Völkermord an den Armeniern

  • Von Alexander Bahar
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Mehr als die Hälfte der 1,4 Millionen durch Massaker und »kriegsbedingte« Deportationen ermordeten Armeniern starben in Lagern der Wüstenregion um Aleppo. Die deutsche Führung wusste davon und half.

Süleymanli in der Provinz Kahramanmaraş im zentralen Taurusgebirge im Südosten der Türkei ist ein unscheinbarer Ort. Bekannt dürfte manchem hierzulande sein, dass Süleymanli, als es noch Zeitun hieß, ein armenisches Städtchen war. Kaum bekannt ist hingegen, dass mit dem Deportationsbefehl für dessen Einwohner im März 1915, im zweiten Jahr des Ersten Weltkrieges, der Völkermord an den Armeniern begann.

Die Region gehörte damals zum Gebiet der IV. Osmanischen Armee, die für die Provinzen Syrien und Palästina zuständig war und von Cemal Pascha kommandiert wurde. Der Stellvertreter Cemals, Fahri Pascha, und sein Stabschef Eberhard Graf Wolffskeel von Reichenberg waren zuständig für den Schutz der syrischen Küste vor einer möglichen Landung der Entente-Mächte. Der aus Bayern stammende Wolffskeel gehörte der deutschen Militärmission an, die zur Unterstützung der türkischen Verbündeten ins Osmanische Reich abkommandiert war. Er ...


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