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Drei Geständnisse nach Brandstiftung in Weimars Viehauktionshalle

Weimar. Nach dem Brand der historischen Viehauktionshalle in Weimar haben drei junge Männer gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Die Beschuldigten im Alter von 15, 18 und 20 Jahren hätten nach bisherigen Erkenntnissen Brandbeschleuniger benutzt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Für einen politischen Hintergrund gebe es keinen Anhaltspunkt. Der unter Denkmalschutz stehende Fachwerkbau war in der Nacht zum Mittwoch innerhalb kurzer Zeit komplett abgebrannt. Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung habe zunächst der 20-Jährige festgenommen werden können, hieß es. Auf seinem Handy seien Aufnahmen gefunden worden, aus denen sich ergebe, dass die drei in der Tatnacht die Viehauktionshalle betraten. Zu ihrer Motivation gebe es derzeit »noch keine gesicherten Erkenntnisse«. Die Beschuldigten wurden laut Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt, Haftbefehl werde nicht beantragt. Die Halle war während der Nazi-Diktatur als zentrale Sammelstelle für die Deportation der Thüringer Juden missbraucht worden. In der Gegenwart wurde der Fachwerkbau für Kulturveranstaltungen genutzt. Landtagspräsident Christian Carius sprach sich dafür aus, an der Stelle des niedergebrannten Gebäudes dauerhaft an das dort geschehene Unrecht und das erlittene Leid zu erinnern. dpa/nd

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