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Alleen in Gefahr

Potsdam. Die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen fürchtet um den Baumbestand entlang von Bundes- und Landesstraßen. »Es werden viel mehr Bäume abgeholzt als nachgepflanzt«, erklärte Sprecher Wolfgang Ewert. Die selbstgesteckte Vorgabe der Landesregierung, 30 Kilometer pro Jahr aufzuforsten, werde nicht eingehalten.

Das Infrastrukturministerium bestätigte dies. Es sei nicht mehr so leicht, Flächen von Landwirten anzukaufen, die gebraucht werden, weil ein Mindestabstand von 4,50 Meter von Alleebäumen zur Straße gilt. Früher war es nur ein Meter. Dazu kommen jetzt noch mindestes zwei Meter von den Bäumen bis zum Feld. Daher seien 2014 nur auf 5,1 Kilometern neue Bäume gepflanzt worden, 2013 noch auf rund 21 Kilometern. »Wir halten aber an den 30 Kilometern fest«, betonte Ministeriumssprecher Steffen Streu.

Wenn sich das Nachpflanzen so schwer gestaltet, passt es für Ewert nicht ins Bild, dass Behörden Fakten schaffen und abholzen. Immer öfter werde der Joker Verkehrssicherheit gezogen, erklärte Ewert. So seien erst kürzlich bei Klosterfelde (Barnim) 80 Linden abgeholzt worden. Dabei räumte Ewert ein, dass 70 Prozent aller märkischen Alleebäume schon 70 bis 90 Jahre alt sind und langsam absterben. »Deshalb ist ja so wichtig, die Bäume eins zu eins zu ersetzen«, sagte Ewert. Aktuell gibt es 2300 Kilometer Alleen. dpa/nd

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