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Willkommener Erfolgsdruck

Berlin Volleys gleichen durch 3:2-Sieg Finalserie gegen Friedrichshafen aus

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Kawika Shoji wusste selbst, dass seine Berlin Volleys diesen so wichtigen zweiten Satz eigentlich nicht hätten gewinnen dürfen. Die Annahme des deutschen Volleyballmeisters war noch schlechter als im verlorenen ersten Satz, doch irgendwie konnte Zuspieler Shoji seinen Angreifern trotzdem noch passable Pässe daraus zaubern, und irgendwie fanden die plötzlich Lücken in der Abwehr des VfB Friedrichshafen. »Manchmal spielt man besser, wenn die Herausforderungen größer sind«, war Shojis einzige Erklärung, warum es statt 0:2 nun doch 1:1 stand und die Volleys die zweite Finalpartie drehen konnten. »Wir wussten, wir müssen diesen Satz gewinnen. In so einem Moment kämpft diese Mannschaft immer«, sagte der Hawaianer.

Am Ende stand ein 3:2, mit dem die Berliner die Serie zum 1:1 ausglichen. Beide Teams brauchen noch zwei Siege zum Titel, und alle Beteiligten stellen sich auf eine lange und enge Serie ein. »Friedrichshafen kann auch immer zurückkommen. Dann spielen die plötzlich wieder super gut«, weiß Außenangreifer Robert Kromm. »Die lassen sich nicht kleinkriegen, aber wir sind genauso.« Friedrichshafens Mittelangreifer Und Max Günthör prognostizierte dass die verbleibenden Duelle nun immer länger werden, »weil man langsam weiß, wie der Gegner tickt. Viele Überraschungen gibt es nicht mehr.«

Spitzenvolleyball hatten die mehr als 7000 Zuschauer in Berlin nicht gesehen, dafür steht zu viel auf dem Spiel. Da passieren Fehler. Aber spannend ist die Serie allemal. »Unsere Leistung war sehr wechselhaft. Den ersten Satz müssen wir nicht verlieren, und im vierten haben wir uns eine Verschnaufphase gegönnt. Diese Dellen müssen wir bis zum dritten Spiel am Sonntag in Friedrichshafen abstellen«, forderte Berlins Manager Kaweh Niroomand, der ansonsten zufrieden war mit der Einstellung seiner Mannschaft. Trainer Mark Lebedew befand immerhin, dass sich seine Volleys »in jedem Bereich um ein paar Prozent verbessert haben. Die Blockabwehr war etwas besser auf den Gegner eingestellt. Das war aber auch zu erwarten, wenn man in so kurzer Zeit zweimal auf den selben Gegner trifft.«

Und wenn sich zwei Mannschaften so gut kennen, entscheiden letztlich außergewöhnliche Leistungen, wie die von Kawika Shojis, als er mit vier harten Aufschlägen in Serie den fünften Satz fast im Alleingang entschied. »Für diese wichtigen Momente braucht man solche Spieler. Wir haben das Glück, dass wir in unserer Mannschaft mehrere davon haben. Heute war es zum Glück Kawika, am Sonntag sind es vielleicht Paul Carroll oder Robert Kromm«, hofft Lebedew auf eine Fortsetzung des Erfolgs. »So gern man kraftsparend 3:0 gewinnt, gibt ein knappes 3:2 in einem Finale auch viel Selbstvertrauen.«

Doch auch Max Günthör konnte Positives in der Niederlage seines VfB finden: »Es ist natürlich bitter, in fünf Sätzen zu verlieren, aber ein 1:3 wäre ein noch größeres Signal gewesen. Beide Mannschaften sind heimstark, das merkte man an Shojis Aufschlägen. Ich bin ganz froh, dass die Berliner solche Serien in Friedrichshafen noch nicht hinbekommen haben.«

Shoji sieht die Chancen nun wieder ausgeglichen: »Der VfB hat zwar immer noch den Heimvorteil, aber der ganze Druck, gewinnen zu müssen, liegt nun wieder bei ihnen.« Ob das so günstig für die Berliner ist, da war er sich am Ende aber auch nicht mehr so sicher. »Nun ja, uns hilft Druck immer ganz gut. Da spielen wir am besten. Mal sehen, ob das auch Friedrichshafen gelingt.«

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