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Auf ihrer Klausurtagung in Göttingen beschlossen die Fraktionsspitzen von SPD und CDU/CSU dieser Tage die »Fortführung der Exzellenzinitiative«, also die Förderung der Spitzenforschung an ausgewählten Hochschulen. Die Forschungseinrichtungen sollen laut cducsu.de im Anschluss an die jetzige Initiative zwischen 2018 und 2028 vier Milliarden Euro erhalten. Eine weitere Milliarde Euro soll laut spdfraktion.de an den wissenschaftlichen Nachwuchs und akademischen Mittelbau gehen. Die Übereinkunft ist der mittlerweile vierte Pakt, an dem sich auch die Länder beteiligen sollen.

Auf gew.de wird gemahnt: »Ein neues Bund-Länder-Programm kann die überfällige Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) nicht ersetzen - finanzielle Anreize und rechtliche Vorgaben sind zwei Seiten einer Medaille. Für Daueraufgaben muss es Dauerstellen geben, für Zeitverträge müssen Mindeststandards gelten, Wissenschaftskarrieren sind familienfreundlich zu gestalten - diese Grundsätze müssen im Gesetz verankert werden.« Während die CDU/CSU laut ocus.de »Sympathie für eine stärkere Elite-Orientierung der Exzellenzinitiative nach 2017« hegt, betont die SPD, dass es nicht allein »um die Förderung einiger weniger Leuchtturm-Projekte« gehe. Hubertus Heil: »Wir bekennen uns als Sozialdemokraten zu Spitzenforschung und -lehre. Breite und Spitze sollte man nicht gegeneinander ausspielen.«

Kritik kam von vom Parteinachwuchs der SPD an den Hochschulen. So heißt es auf der Seite der Hochschulgruppe der Jusos an der Berliner Humboldt-Universität, hu.jusosberlin.de, dass die Summe von vier Milliarden Euro für die Spitzenforschung »angesichts der Unterfinanzierung der Hochschulen« viel zu wenig sei. Es sei »höchste Zeit«, die Exzellenzinitiative »zu begraben« und besser »Investitionen in Lehre und die Unterstützung der Fachhochschulen« zu tätigen.

spiegel.de sieht »Druck auf die Länder, Dissens bei der inhaltlichen Ausrichtung: Die große Koalition verkündet die Fortsetzung der Exzellenzinitiative - und umschifft die Frage, wie elitär der Wettbewerb der Hochschulen denn sein soll.« Auch User wie P.Delalande sprechen sich gegen Eliten aus, denn sie »helfen keiner Gesellschaft sondern nur sich selbst, weil das deren Sinn ist. Nein, Eliten brauchen wir ebenso wenig wie den Adel. Die Arbeit, die jemand leistet, sollte die Bewertung bestimmen, nicht die Tatsache irgendeiner vermeintlichen Elite anzugehören.« Immanuel_Goldstein meint: »Das WissZeitVG kann man nicht novellieren sondern nur als verfassungswidrig abschaffen. Nichts an diesem Gesetz macht Sinn, denn es schreibt fest, dass selbst die Besten nur Zeitverträge bekommen. Wer noch einen Funken Verstand hat, betreibt Wissenschaft im Ausland, wo man selbst als Assistent weit besser leben kann als hierzulande ein Professor und wo es einen fairen tenure track gibt.« Und auf faz.net meint Herbert Mayer: »Problematisch ist, dass alle Wissenschaftler über einen Kamm geschert werden. Es gibt durchaus Stellen in der Wissenschaft, die eine Entfristung erlauben - Grundlagenforschung zum Beispiel.« Lena Tietgen

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