»Es tut mir unendlich leid«

Der 18-jährige Angeklagte räumt im Tugce-Prozess tödlichen Angriff ein

  • Von Carsten Hauptmeier
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vor fünf Monaten starb die Studentin Tugce durch einen Schlag. Sie gilt als Symbol für Zivilcourage. Nun wird ihr Tod vor Gericht verhandelt. Der Angeklagte entschuldigte sich zu Beginn.

Sanel M. ringt um die wenigen Worte, die er sich für den ersten Prozesstag um den tödlichen Angriff auf die Studentin Tugce Albayrak zurecht gelegt hat. »Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe«, bringt der 18-jährige Angeklagte mit stockender Stimme am Freitag im Saal drei des Landgerichts Darmstadt hervor. Schräg hinter ihm sitzen die Eltern und die beiden Brüder Tugces, deren Tod vor fünf Monaten die Menschen in Deutschland erschütterte. Kaum eine Minute spricht Sanel M. Dabei räumt er auch ein, der 22-Jährigen eine »Ohrfeige« gegeben zu haben, jenen Schlag, der zu ihrem fatalen Sturz auf den Kopf geführt hatte.

Körperverletzung mit Todesfolge wird ihm deshalb zur Last gelegt. Laut Anklage schlug Sanel M. Tugce Mitte November auf dem Parkplatz vor einem Schnellrestaurant in Offenbach derart, dass sie mit dem Kopf auf den Asphalt schlug. Einige Tage später starb die junge Frau. »Ich habe niemals mit ihrem Tod gerechnet«, sagt de...

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