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Neues Dokument belastet Chef der Deutschen Bank

Postbank-Mitarbeiter fordern Kündigungsschutz bis 2020

Frankfurt am Main. Bei hausinternen Ermittlungen zur Rolle der Deutschen Bank beim Steuerbetrug mit Emissionshandelszertifikaten sind einem Medienbericht zufolge Dokumente aufgetaucht, die den Ko-Chef der Bank, Anshu Jain, und weitere Vorstandsmitglieder belasten. Die Dokumente wiesen darauf hin, dass die Vorstände bereits 2009 von Betrugsrisiken im Handel mit CO2-Zertifikaten wussten, berichtete der »Spiegel« am Freitag. Neben Jain sollen unter anderem auch Finanzvorstand Stefan Krause und IT-Vorstand Henry Richotte betroffen sein. Ein Sprecher der Deutschen Bank erklärte gegenüber AFP: »Unsere Untersuchung des CO2-Sachverhalts dauert an. Wir kooperieren mit den entsprechenden Behörden.« Seit 2009 ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Steuerbetrugs beim Handel mit Emissionszertifikaten, in den auch Deutschlands größtes Geldhaus verwickelt sein soll.

Laut »Spiegel« lösten die neuen Informationen »Alarmstimmung« im Aufsichtsrat aus. Dieser war am Freitag in Frankfurt zu einer Sondersitzung zusammenbekommen, um über Pläne zur Neuausrichtung der Deutschen Bank zu beraten. Diese soll sich künftig auf die Bereiche Investmentbanking und Vermögensverwaltung beschränken. Zu diesem Zweck soll die bisherige Tochter Postbank verkauft werden. Anlässlich der Sitzung demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di rund 400 Postbank-Beschäftigte vor der Zentrale der Deutschen Bank. Sie forderten die Verlängerung des Kündigungsschutzes für die rund 10 000 Tarifbeschäftigten bis 2020. Agenturen/nd

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