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Kadyrow erteilt Schießbefehl gegen Russen

Tschetschenischer Republikchef versichert Kreml seiner Loyalität

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Grosny. Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow hat Schießbefehl gegen jeden russischen Soldaten erteilt, der sich unerlaubt in der Kaukasusrepublik aufhält. Der tschetschenische Sender Grosny TV zeigte am Donnerstag ein Video, das Kadyrow offenbar bei einer Ansprache vor Spezialkräften seines Landes zeigt. Darin sagt Kadyrow: »Ich stelle offiziell fest: Wenn (ein Soldat) ohne Genehmigung auf Eurem Territorium erscheint, komme er nun aus Moskau oder Stawropol, schießt um zu töten.« Kadyrow versicherte laut russischen Medien aber auch: »Ich bin ein Mann des Kreml, ein Mann Putins.«

Hintergrund war offenbar ein Zwischenfall mit Sicherheitskräften aus dem südrussischen Stawropol, die ohne Abstimmung mit Grosny zu Wochenbeginn in Tschetschenien operierten. Seine Sicherheitskräfte hätten schließlich auch nicht das Recht, gegen Extremisten im benachbarten Inguschetien vorzugehen, sagte Kadyrow. »Wenn man Herr seines Territoriums ist, muss man darüber wachen.«

Das russische Innenministerium kritisierte die Äußerungen Kadyrows in einer dürren »offiziellen Erklärung« als »inakzeptabel«. Der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, erklärte lediglich: »Wir haben es gesehen. Wir haben es gehört. Wir haben es gelesen. Ich werde keinen Kommentar dazu abgeben.«

Von einem »besonderen Status«, den die Kaukasusrepublik und deren Chef genießen würden, sprach der Chef der Menschenrechtszentrums Memorial, Alexander Tscherkassow. Anderenfalls hätte Kadyrow einen solchen Befehl nicht geben können, zitierte ihn »Echo Moskwy«. AFP/nd

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