Lernen vom Eisenfuß

Berlinweites Präventionsprojekt gegen Drogen und Gewalt mit Ex-Fußballprofi Uli Borowka

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Einst war Uli Borowka Fußballstar - und Alkoholiker. Heute engagiert er sich in dem Projekt »Junger Fußball in Berlin - Keine Drogen, keine Gewalt!«, das im Mai an der Neuköllner Liebig-Schule startet.

Wenige Minuten waren erst gespielt, als es passierte. Im Halbfinale des Fußball-Europapokals, der 1990 noch UEFA-Cup hieß, standen sich Werder Bremen und der AC Florenz gegenüber. Werders Uli Borowka (Spitzname: »Eisenfuß«) fing einen Ball ab und sprintete über die Mittellinie. Im Übereifer legte sich der technisch limitierte Vorstopper das Leder zu weit vor. Sein Gegenspieler Celeste Pin lief direkt auf ihn zu. Als der Ball zwischen beiden lag, sprang Borowka mit gestreckten Beinen in den Gegner. Krachbumm. Bei Pin war alles unterhalb des rechten Knies zertrümmert. In den 1980er und 1990er Jahren waren solch schwere Fouls im europäischen Fußball keine Seltenheit. Aber niemand verbreitete in den gegnerischen Angriffsreihen so viel Angst und Schrecken wie Uli Borowka.

Damals wurde der sechsfache Nationalspieler mehrmals zum unfairsten Spieler der Bundesliga gewählt. Er hatte aber noch ein weiteres Manko: Borowka war Alkoholiker. Immer wi...


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