Tomasz Konicz 29.04.2015 / Kommentare

Getriebene der Krisendynamik

Tomasz Konicz über die globale Verschuldungskrise und die zunehmende Instabilität des Weltfinanzsystems

Nach der Krise ist vor der Krise - diesen Grundsatz kapitalistischer Wirtschaftsgeschichte bestätigte jüngst ausgerechnet der Internationale Währungsfonds. Der kürzlich publizierte Global Financial Stability Report des Fonds warnt vor der abermals zunehmenden Instabilität des Weltfinanzsystems, die aus der »Verschiebung« der »Stabilitätsrisiken« innerhalb des Systems resultiere: Diese würden sich von den »avancierten Ökonomien auf die Schwellenländer, von den Banken auf die Schattenbanken und von Bonitäts- zu Liquiditätsproblemen« verlagern.

Damit reflektiert der Bericht die Folgen der durch die US-Notenbank Fed angedrohten »Zinswende«, die in den vergangenen Monaten zu der stärksten Aufwertung des Dollars »seit 1981« geführt habe, sowie des durch den amerikanischen Fracking-Boom ausgelösten Verfalls der Rohstoffpreise. Zur Erinnerung: Das Finanzinstitut bekämpfte die Folgen der Weltfinanzkrise von 2007/08 mit einer historisch...

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