»Des werd a totaler Vollrausch«

Die Bewachung der traditionellen Maibäume ist im Kreis München oft längst ein Party-Event - mit Hunderten Gästen

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Striptease, Tabledance und Bullriding - die Maibaum-Tradition nimmt in Bayern immer öfter seltsame Züge an. Am 1. Mai weiht der Pfarrer den Baum aber trotzdem.

Es ist alte Tradition in Bayern, das Mai-Baum-Stehlen im Vorfeld des 1. Mai. Wenn der Burschenverein aus Taufkirchen (Landkreis München) den Burschen aus Siegertsbrunn (Landkreis München) den Mai-Baum klaut, dann ist was los und die Bestohlenen kriegen ihren Baum nur gegen Bier und Brotzeit zurück. Dass es nicht soweit kommt, dafür passen die Siegertsbrunner Burschen nächtens in ihrer Wachhütte auf den Mai-Baum auf. Aber wo früher ein Tragerl Bier reichen musste, geht es inzwischen rund: Mit Striptease, Tabledance und Bullriding. Am 1. Mai weiht dann der Pfarrer den Baum.

»Fröhlich-Frisch-Auf« nennt sich der Burschenverein von Taufkirchen. Dort haben sich Lederhosn und Dirndl längst zum Laptop gesellt. So gibt es auch ein »Burschen TV« mit Moderatoren wie Rudi Rüssel oder Harald Hirsch - und in der Folge 24 geht es um die »Wachhütten-Tour« vom Freitag, den 17. April. Mit einem Bus haben die Burschen an diesem Abend die Wachhüt...

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