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Wie Mutter mich von der Seefahrt »heilte«

Trümmer ringsum, so sah es 1945 in vielen Stadtteilen Berlins aus. Mir kam die Idee, mich bei einer Reederei für einen technischen Seemannsdienst zu bewerben. Nur Wasser, Wellen, Sonne und Wolken - ich wollte keine Trümmer mehr sehen. Helga, unsere Untermieterin und Tochter eines Reedereibesitzers in Bremen bat ihren Vater, mir zu helfen. Er hielt mich mit einem Lehrabschluss als Feinmechaniker bei Siemens für geeignet und nahm meine Bewerbung an. Meine Mutter hielt mich für nicht geeignet, ich sei noch zu unreif. Sie nannte meine Idee einen Spleen. Doch ich ließ ihn mir nicht ausreden.

Meine Abreise nach Bremen sollte im Februar 1946 erfolgen. Die Abschiedstour von allen Tanten, Onkeln und Großeltern war ich dabei, zu absolvieren. Der letzte Besuch galt Gerda, der Freundin meiner Mutter und meiner ersten großen Liebe. Ich wusste, dass auch sie versuchen würde, mich umzustimmen. Ihre Argumente bildeten für mich keine Gefahr, w...


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