Grenzen der Meinungsfreiheit Down Under

Journalist wegen kritischer Beiträge zum militaristischen Gedenken in Australien entlassen

  • Von Thomas Berger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Allzu deutliche Kritik am nationalistisch gefärbten Gedenken an die australischen Kriegsbeteiligungen im 20. Jahrhundert, besonders in der Türkei vor genau 100 Jahren, wird in Australien nicht geduldet.

Scott McIntyre ist gefeuert. Von einem Tag auf den anderen trennt sich der Kanal SBS von seinem Fußballreporter und Ansager, einem der bekanntesten Gesichter des australischen Sportjournalismus. Von einem »schweren Verstoß« gegen die Regularien, die sein Sender für die Mitarbeiter mit Blick auf ihr Agieren in den sozialen Medien aufgestellt habe, spricht SBS-Chef Michael Ebeid. Ohne Anhörung musste McIntyre jetzt seinen Hut nehmen. Dabei ist Politik nicht einmal sein Metier. Doch die auch medial aufgeheizte Atmosphäre zum Gedenken an die Schlacht von Gallipoli vor 100 Jahren und die angeblich so heldenhaften Soldaten des Australian and New Zealand Army Corps (ANZAC) hatte den Reporter zu kritischen Tweets herausgefordert. »Die Glorifizierung der imperialistischen Invasion eines fremden Landes, mit dem Australien keinen Streit hatte, geht gegen alle Ideale der modernen Gesellschaft«, war die erste Nachricht. In einem weiteren Tweet ist ...

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