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Verspätet

Ursula Seiler-Albring / Die 63-Jährige führt das Institut für Auslandsbeziehungen

Gestern ist Ursula Seiler-Albring im Stuttgarter Kunstmuseum als Präsidentin des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) eingeführt worden. Es war eine Feier mit Verzug. Ins Amt ist die in Saarbrücken geborene Geisteswissenschaftlerin nämlich schon im März 2006 gewählt worden; im Mai endete die Amtszeit von Vorgänger Alois von Waldburg-Zeil. Der hatte in seinen zwei Amtszeiten seit 1998 nicht zuletzt damit zu tun, das Institut, dass sich selbst als »führende deutsche Institution im internationalen Kunstaustausch« begreift, aus den Schlagzeilen zu bringen. 1917 als »Museum und Institut zur Kunde des Auslandsdeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland« gegründet, wurde das ifa 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss reaktiviert. Zunächst sollte sich das Institut um Vertrauensbildung im Dienste Deutschlands bemühen, später widmete sich das ifa stärker dem Kulturaustausch und nach dem Fall der Mauer auch den deutschen Minderheiten in Osteuropa. Für Aufregung sorgte das Institut 1995, als das Finanzgebaren der Einrichtung und die Personalpolitik von Generalsekretär Klaus Daweke sogar Thema im Bundestag wurden. Daweke und der damalige Präsident Paul Harro Piazolo mussten daraufhin abtreten. Der als Nachfolger favorisierte Ex-Bundestagspräsident Philipp Jenninger, der wegen seiner Rede zum Jahrestag der Novemberpogrome 1988 zurücktreten musste, verzichtete nach Protesten. Schließlich einigte man sich auf Waldburg-Zeil, dem es gelang, das Präsidentenamt zu stärken und den Etat des Instituts auf nahezu 20 Millionen Euro zu verdoppeln. Seiler-Albring machte nach einer kurzen Phase in der Wirtschaft als FDP-Politikerin Karriere. 1983 wurde sie in den Bundestag, 1988 in den FDP-Fraktionsvorstand gewählt. 1991 wurde die zweifache Mutter Staatsministerin im Außenamt. Überraschend schaffte es die in Westfalen aufgewachsene Arzt-Tochter 1994 aber nicht wieder auf einen aussichtsreichen Listenplatz und schied darauf aus dem Bundestag aus. 1995 wurde Seiler-Albring Botschafterin in Wien - als Nachfolgerin von Jenninger. Nach zwei weiteren Botschaftsstationen in Sofia und Budap...

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