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E.ons Schutzengel

Die Verkündung der Übernahme des Energieversorgers Endesa durch E.on hatten sich die beiden Regierungschefs Deutschlands und Spaniens gestern doch nicht getraut. Bei ihrem Treffen am Bodensee parlierten zwar Angela Merkel und José Luis Rodríguez Zapatero über die Zukunft ihrer Konzern-Schützlinge, doch zumindest der Schein sollte gewahrt bleiben, dass der EU-Binnenmarkt selbst in Energiefragen ohne böse staatliche Eingriffe funktioniert. Die Weichen für den Mega-Deal sind inzwischen gestellt; es geht nur noch um den Kaufpreis und einige weitere Details. Dies ist nicht nur der unseligen Rolle der EU-Kommission geschuldet, die schon früh Zustimmung signalisiert hat. Statt um Wettbewerb geht es ihr im Energiebereich um das Schmieden mächtiger Player, die beim globalen Kampf um die knapper werdenden Energievorräte Europa ein möglichst großes Stück vom Kuchen sichern. Brüssels Einfluss half der Bundesregierung, hinter den Kulissen und ohne großes Getöse den spanischen Widerstand gegen die Übernahme weichzukochen. Wie bei den Vorgängerregierungen arbeiten insbesondere Kanzleramt und Wirtschaftsministerium der Großen Koalition für das Wohl »unserer« großen Stromkonzerne. E.ons wichtigster Schutzengel heißt jetzt Angela Merkel.

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