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Syrische Fragen

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Die Schüsse und Explosionen von Damaskus sind gleichsam Nachhall auf zwei Wortmeldungen des Vortags: USA-Präsident Bush hatte den 11. September genutzt, um seinen desaströsen Antiterrorkrieg zum »Kampf um die Zivilisation« hochzustilisieren und mit Durchhalteparolen für seine Irak-Politik zu werben, die Al-Qaida-Führung kündigte neue Anschläge an. Wer hinter der gestrigen Aktion steckt, war noch unklar. Außenministerin Rice dankte aber schon einmal den syrischen Sicherheitskräften, die Schlimmeres verhindert hätten. Diese Tonlage gegenüber dem »Schurkenstaat« und vermeintlichen Terrorförderer ist neu. Zyniker könnten sogar vermuten, dass es die syrische Hoffnung auf solche Worte gewesen sei, die hinter dem Himmelsfahrtkommando steckt. Es gab schon andere Zusammenstöße mit angeblichen islamistischen Terroristen, die Fragen hinterließen. Andererseits muss das Attentat niemanden verwundern. Die USA sind mit ihrem Antiterrorkrieg oder der Unterstützung des israelischen Feldzugs in Libanon auch in Syrien ein rotes Tuch. Doch hat die Familie Assad im Präsidentenamt die radikalen Islamisten im eigenen Land immer mit äußert harter Hand niedergehalten. Die Parallelen zu Saddam Hussein, dessen vorgebliche Al-Qaida-Kontakte als Kriegsgrund herhalten mussten und nun selbst vom US-Senat zur Schimäre erklärt wurden, sind nicht zu übersehen. Die ...

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