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Raubbau im großen Stil

Der internationale Seegerichtshof hat das Plündern der westafrikanischen Fanggründe durch nördliche Trawler verurteilt

  • Von Saikou Jammeh, Banjul
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es sind Trawler aus dem Norden, die Kleinfischern in Westafrika ein Überleben schwer machen und einen Migrationsgrund liefern. Ein Urteil des Seegerichtshofes soll dem Einhalt gebieten.

Zwölf Stunden war der Fischer Buba Badjie auf dem Meer. Als er mit seinem Boot wieder an der Küste von Bakau, zwölf Kilometer westlich der gambischen Hauptstadt Banjul, anlegt, wird er von Frauen umringt, die seinen Fisch kaufen wollen. »Ich habe nur Bongas und Welse an Bord«, sagt er verdrossen.

Badjie war ein Teenager gewesen, als ihn die Suche nach Arbeit ins Nachbarland Senegal verschlug. Seit 20 Jahren lebt er inzwischen vom Fischfang, doch mit dem Geschäft geht es bergab. »Der Fang reicht gerade aus, um meine Kosten zu decken«, beklagt er und erzählt, dass ihn die Fahrt 2500 gambische Dalasi (60 US-Dollar) gekostet hat. »Ich bin sogar mehr als 20 Kilometer hinaus gefahren, doch stieß ich nur auf diese Bongas«, sagt er und zeigt auf den silbrig glänzenden Fisch.

Auf die Frage, warum sich seine Arbeit zu einem Minusgeschäft entwickelt hat, antwortet er: »Da ist das Problem des Klimawandels. Und dann treffen wir auf d...


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