Ein Mann mit vergiftetem Namen

Jeb Bush träumt vom Weißen Haus.

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Noch hat er sich nicht offiziell erklärt, doch es ist ein offenes Geheimnis: Auch Jeb Bush will ins Weiße Haus. Der frühere Gouverneur von Florida (1999-2007) ist das vierte Familienmitglied, das ein nationales Amt anstrebt - nach Bruder George W. und Vater George H.W., zusammen zwölf Jahre Präsident, sowie Großvater Prescott, einst Senator. Die Herausforderungen sind beträchtlich, die Chancen könnten es auch sein. Bei den einflussreichen Parteirechten hat Bush zwei Generalprobleme. Zum einen: Als Gouverneur senkte er zwar Steuern, beschnitt Abtreibungsrechte, bekämpfte die Gewerkschaften und verhinderte so viele Ausgaben, dass er den Spitznamen »Veto Corleone« bekam. Doch all dies genügte der Tea Party nicht, um ihn als glaubhaft konservativ einzustufen. Denn er machte sich auch für landesweite Bildungsstandards und in den Augen der republikanischen Ultras damit für Kommunismus stark. Ebenso harsche Vorwürfe treffen ihn wegen seine...


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