Aus Sachsen ins Berliner Schloss

Die Sandsteinwerke in Pirna sind nach der Insolvenz 2012 wieder gut im Geschäft

  • Von Jörg Schurig, Pirna
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit Schlössern kennt man sich in Sachsen aus. Schloss Christiansburg in Kopenhagen, Schloss Braunschweig oder Dresdens Residenzschloss - alle gebaut auch mit Stein aus Pirna.

Dem Tal der Tränen folgt ein Aufstieg: Wer in diesen Tagen die Sächsischen Sandsteinwerke in Pirna besucht, kann schon Modelle für das neueste Prestigeobjekt der traditionsreichen Firma sehen. Die Sachsen liefern den Stein für das eigentliche Schmuckstück beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Das Portal III unterhalb der Kuppel ist ein Hingucker. Schlossbaudirektor Johann Friedrich von Eosander hatte es um 1710 nach dem Vorbild des Konstantinsbogens in Rom errichten lassen. Die Schmuckelemente stammen aus dem Barock und aus Wilhelminischer Zeit. »Das ist Kunsthandwerk«, sagt Johannes Roßrucker, Geschäftsführer der Sandsteinwerke, nicht ohne Stolz.

Roßrucker hat wieder gut lachen. Vor ein paar Jahren war das noch anders. Im November 2012 hatte die Firma Insolvenz anmelden müssen. Sie war auf Rechnungen für ihre Arbeit am Potsdamer Landtag sitzen geblieben. Bei gut gefüllten Auftragsbüchern erfolgte binnen Jahresfrist jedoc ...


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