Werbung

Der Intendant kehrt zurück

Rostocker Volkstheater

Der auf Beschluss der Rostocker Bürgerschaft zurückgeholte Theaterintendant Sewan Latchinian hat seine Arbeit am Volkstheater wieder aufgenommen. »Die Stadt wurde fristgerecht darüber informiert, dass Herr Latchinian seine Tätigkeit zu den bisherigen Vertragskonditionen fortsetzt«, sagte dessen Anwalt Philipp M. von Groll am Freitag auf Anfrage. Damit sei auch das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Rostock hinfällig. »Das Ziel der Klage wurde auf anderem Wege erreicht. Wir gehen davon aus, dass sich der Gerichtstermin am Donnerstag damit erledigt hat«, sagte Groll.

Latchinian war Ende März wegen eines umstrittenen Vergleichs der Theaterpolitik des Landes mit Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat fristlos gekündigt worden. Dem war ein monatelanger Streit um die Zukunft des Theaters vorausgegangen. Auf Druck der Bürgerschaft hatte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) Latchinian wieder ins Amt berufen.

In einem Brief an den Intendanten machte der Theaterförderverein deutlich, dass er sich über dessen Entscheidung »außerordentlich gefreut« habe. »Sie haben sich für Ihr Publikum, für unsere Stadt entschieden! Wir wissen Ihre Entscheidung zu schätzen und würdigen Ihren Mut, Ihre Entschlossenheit weiter zu arbeiten, zum Wohle der Theaterstadt Rostock, für das weitere Vorankommen der Kunst- und Kulturentwicklung unserer Stadt«, heißt es darin.

Auch der Aufsichtsrat und die Bürgerinitiative zum Erhalt des Volkstheaters hatten sich für Latchinians Rückkehr stark gemacht. Die Aufsichtsratsvorsitzende Eva-Maria Kröger unterstützte auch den Vorschlag des 54-Jährigen zu weiteren Gesprächen über die Zukunft des Theaters. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln