Bizarr, bizarrer, AfD

Ob in Thüringen oder anderswo, die Rechtspopulisten zelebrieren ihren Zerfall

  • Von Sebastian Haak
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Selten hat sich eine Partei öffentlich so zerlegt, wie die rechtspopulistische AfD das gerade tut. Trotzdem beteuern selbst die Spalter innerhalb der Partei, sie wollten, dass die AfD nicht zerbricht.

Erfurt. Oskar Helmerich solle nun einen 45-minütigen Vortrag halten. Sagt Björn Höcke, der vor seiner Zeit als Partei- und Fraktionsvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Thüringen Lehrer an einem Gymnasium war. Helmerich solle dabei über die Arbeit der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag referieren. Außerdem, sagt Höcke, müsse Helmerich nun ein Wahlkreisbüro einrichten und unterhalten. Das müsse Helmerich dadurch nachweisen, dass er einen Mietvertrag für entsprechende Räumlichkeiten vorlege. Und, sagt der Ex-Lehrer, bis zur sommerlichen Parlamentspause dürfe Helmerich nicht mehr an den Sitzungen der Thüringer AfD-Fraktion teilnehmen; obwohl Helmerich deren Mitglied ist und nach dem Willen Höckes das - jedenfalls zunächst - auch bleibt. Höcke sagt das alles wirklich am Mittwoch in Erfurt. Alle Abgeordneten der Fraktion - außer Helmerich und Jens Krumpe - hätten das beschlossen, erklärt er. Auch Letzteren hat ein Bann ge...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.