Nur mit EZB-Doping

Das Bruttoinlandsprodukt wächst - noch

  • Von Hans-Georg Draheim 
und Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresanfang geschwächelt. Angetrieben wurde die deutsche Konjunktur zuletzt vor allem vom niedrigen Ölpreis und dem abstürzenden Eurokurs.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - nach einem Anstieg von 0,7 Prozent Ende 2014 - im ersten Quartal 2015 preis-, saison- und kalenderbereinigt nur noch um 0,3 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht stieg die deutsche Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent. Sie wurde im ersten Quartal 2015 von 42,4 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 275 000 Personen mehr als ein Jahr zuvor.

Auch wenn die Konjunkturforschungsinstitute für 2015 mit einem BIP-Wachstum von 2,1 Prozent rechnen, bleibt nach Ansicht von Wirtschaftsexperten strukturell eine Wachstumsschwäche, die auf der ungenügenden Binnennachfrage beruht. Vor allem wird durch die ungleiche Verteilung der Einkommen und Vermögen infolge der Austeritätspolitik der »Troika« aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds die private Konsumnachfrage gebremst und eine verhängnisvolle Dis...


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