Wie viel Musik soll gratis sein?

Richtungskampf in Musikbranche um Streaming-Angebote im Netz

  • Von Andrej Sokolow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Wachstum der Streaming-Dienste ist der Hoffnungsträger der Musikbranche. Doch es gibt Streit um die richtige Strategie: erst mit Gratis-Angeboten ködern oder gleich mit Abos abkassieren?

Die arg gebeutelte Musikindustrie wittert nach Jahren des Schrumpfens die Aussicht auf Wachstum. Hoffnungsträger sind die neuen Streaming-Dienste, bei denen die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. In der Branche tobt jedoch ein Richtungsstreit, den die Kunden direkt zu spüren bekommen könnten. Es geht vor allem darum, wie umfangreich das kostenlose Angebot sein darf. Der Chef des weltgrößten Musikkonzerns Universal Music, Lucien Grainge, macht Druck, stärker auf kostenpflichtige monatliche Abos zu setzen.

Andere mahnen zur Vorsicht und sehen das heutige »Freemium«-Modell mit seiner Mischung aus Gratis-Angebot und bezahltem Premium-Service als Lösung im Kampf gegen Internet-Piraterie. »Ich denke, bevor Leute beschließen, dass ›Freemium‹ auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte, müssen wir sehr gründlich über die Konsequenzen nachdenken«, warnt Stephen Cooper, Chef von Warner Music, einem von drei übriggebliebenen...


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