Weiterer LKA-Mann vermutet Manipulation der Soko Labor

München. Der Untersuchungsausschuss »Labor« des Bayerischen Landtags steht vor einem Mysterium: Am Montag berichtete der mittlerweile vierte Ermittler des Landeskriminalamts von seiner Vermutung, dass 2008 auf die Betrugsermittlungen gegen Tausende Ärzte Einfluss genommen worden sei. »Das Gefühl drängt sich im Laufe der SoKo auf«, sagte der mittlerweile pensionierte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schiffelholz. Doch ebenso wie bereits drei LKA-Kollegen vor ihm konnte er nicht sagen, wer denn von außen auf die Ermittlungen einwirkte: »Auf mich hat niemand Einfluss genommen.« Schiffelholz war von 2006 bis 2008 Mitglied der SoKo Labor, die die Betrugsermittlungen gegen die Mediziner im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I führte. Der Ausschuss soll aufklären, warum die Ermittlungen gegen die vielen Ärzte im Sande verliefen. dpa/nd

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