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Mazedonien zwischen Protest und Gegenprotest

Umstrittener Regierungschef Gruevski ruft nach Großdemonstration der Opposition eigene Anhänger auf die Straße

  • Von Thomas Roser, Belgrad
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Mazedoniens Machtkampf gerät Nikola Gruevski zunehmend unter Druck. Von einem Abtritt will der nationalpopulistische Regierungschef indes nichts wissen und ruft seine Anhänger auf die Straße.

An einen Rückritt verschwendet Mazedoniens mächtigster Mann keinen Gedanken. Er habe keinerlei Absicht, »zurückzutreten oder eine Übergangsregierung zu akzeptieren«, versicherte der in einem sich ausweitenden Abhörskandal zunehmend unter Druck geratene Regierungschef Nikola Gruevski am Sonntag. Zur Unterstützung seiner Regierung hat er für Montagabend seine Anhänger für eine Großdemonstration in die Hauptstadt Skopje gerufen: »Nur das Volk entscheidet, wer Premier, wer an der Regierung und wer in der Opposition ist.«

Seit neun Jahren teilt der 44-jährige Chef der nationalpopulistischen Regierungspartei VMRO-DPMNE in seinem bitterarmen Land die Karten aus. Als der Sohn einer Krankenschwester 2006 erstmals auf den Premierssessel rutschte, eilte dem Hobbyboxer noch der Ruf eines Wirtschaftstechnokraten voraus. Nach Abschluss seines Wirtschaftsstudiums hatte Gruevski zunächst als einer der ersten Börsenmakler auf dem Parkett in Sk...


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