Gunnar Decker 20.05.2015 / Kultur

Neues aus dem Sumpf

Henrik Ibsens »Ein Volksfeind« am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin

Am Mecklenburgischen Staatstheater inszeniert Ralph Reichel Ibsens »Volksfeind«. Ein Stück aus dem 19. Jahrhundert mit aktuellen Bezügen zur Kommunalpolitik im Nordosten heutiger Tage.

Was für eine schöne bunte Unterwasserwelt! Große und kleine Röhren, in die Rückwand der Bühne eingelassen, geben den Blick frei ins Blau von Himmel und Meer: die heile Welt der Kleinstadt, wo jeder jeden kennt und meist auch noch verwandt mit ihm ist. Die Klänge von »la mer« (Musik: John R. Carlson) machen die Idylle perfekt. Die Röhren aber sind auch der einzige Zugang zu der von Claudia Charlotte Burchard entworfenen Bühne. Es sieht nach Enge und Industrieabfällen aus, aber erst auf den zweiten Blick.

Die Idylle also, wir wissen es längst, täuscht, das Wasser ist vergiftet mit Bakterien, Legionellen und Infusorien aller Art. Dank Badearzt Thomas Stockmann aber ist die Bedrohung erkannt, man kann also daran gehen, die Gesundheitsgefahren, die vom Wasser des Kurbades ausgehen (es gab bereits Typhusfälle), schnell zu beheben. Alle sind auf seiner Seite, die Redakteure Hovstad (Amadeus Köhli) und Billing (Christoph Götz) des ört...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: