Gunnar Decker 20.05.2015 / Kultur

Neues aus dem Sumpf

Henrik Ibsens »Ein Volksfeind« am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin

Am Mecklenburgischen Staatstheater inszeniert Ralph Reichel Ibsens »Volksfeind«. Ein Stück aus dem 19. Jahrhundert mit aktuellen Bezügen zur Kommunalpolitik im Nordosten heutiger Tage.

Was für eine schöne bunte Unterwasserwelt! Große und kleine Röhren, in die Rückwand der Bühne eingelassen, geben den Blick frei ins Blau von Himmel und Meer: die heile Welt der Kleinstadt, wo jeder jeden kennt und meist auch noch verwandt mit ihm ist. Die Klänge von »la mer« (Musik: John R. Carlson) machen die Idylle perfekt. Die Röhren aber sind auch der einzige Zugang zu der von Claudia Charlotte Burchard entworfenen Bühne. Es sieht nach Enge und Industrieabfällen aus, aber erst auf den zweiten Blick.

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