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Leben und spielen lassen

Nur wenige Tage nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland fanden in Berlin die ersten Fußballspiele statt

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Das Sportwesen kam nach Kriegsende sehr schnell in Gang - auch unter den Augen befreiter Zwangsarbeiter in Berlin.

Nach 60 Minuten steht es drei zu null für den Favoriten FC Schalke 04 und vermutlich keiner der rund 100 000 Zuschauer, die an diesem Sonntag in das Berliner Olympiastadion geströmt sind, gibt noch einen Pfifferling auf Rapid Wien. Das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft scheint entschieden und die Gedanken nicht weniger Zuschauer wandern aus der monumentalen Schüssel hinaus, vielleicht mit etwas Unbehagen darüber, was »da im Osten« passiert. Doch bald sind sie wieder an das Spielfeld gefesselt - Rapid dreht innerhalb von zehn Minuten das Spiel, zum Abpfiff steht es vier zu drei für die Wiener, die zum ersten und einzigen Mal die Victoria, die Trophäe für den Deutschen Meister, mit nach Österreich, das jetzt Ostmark heißt, nehmen. Es ist Sonntag, der 22. Juni 1941, in den Morgenstunden hat die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion ohne Kriegserklärung angegriffen.

Knapp vier Jahre später, der Krieg in Deutschland ist am 20. Mai ge...


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