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»Fall Edathy« hatte 145 potenzielle Mitwisser

Berlin. Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Edathy-Affäre ist bei seinen Nachforschungen in Niedersachsen auf weitere Ungereimtheiten gestoßen. Beispielsweise soll Oberstaatsanwalt Thomas Klinge aus Hannover bereits am 13. November 2013 wegen der Kinderpornoermittlungen gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy Kontakt zum Bundeskriminalamt (BKA) aufgenommen haben. In den Unterlagen des BKA ist von einer ersten Kontaktaufnahme am 26. November die Rede. Wie Ausschussmitglied Armin Schuster (CSU) am Dienstag ausführte, geht die niedersächsische Regierung inzwischen davon aus, dass vor der Hausdurchsuchung bei Edathy 145 Menschen von dem Verdacht gegen den Politiker wussten oder hätten wissen können. Im vergangenen Februar war erst von 57 Mitwissern die Rede gewesen. Am Donnerstag soll Klinge vor dem Ausschuss aussagen. dpa/nd

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