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Buhlen um die Gunst der Lokrangierführer

Zwei Gewerkschaften streiten in der aktuellen Tarifrunde darum, wer die Berufsgruppe vertreten darf

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In der neuen Streikrunde geht es der Lokführergewerkschaft GDL auch um eigene Tarifabschlüsse für Lokrangierführer. Die Konkurrenzgewerkschaft EVG will den Einfluss bei dieser Gruppe aber nicht verlieren.

Die meisten der rund 3100 im Deutsche-Bahn-Konzern (DB) aktiven Lokrangierführer sind in der Güterverkehrssparte DB Schenker Rail tätig, eine Minderheit auch bei den Personenverkehrstöchtern DB Regio und DB Fernverkehr. Sie sind gelernte Lokführer, müssen jedoch viele zusätzliche Aufgaben bewältigen, die eine besondere Qualifikation voraussetzen.

Der Berufsalltag der Lokrangierführer hat sich seit der Einführung von Funkfernsteuerungen im Rangierbereich der alten Deutschen Bundesbahn (West) in den späten 1980er Jahren ständig verändert. Einhergehend mit dieser Neuerung wurden viele Rangierbegleiterstellen abgebaut und den Rangierführern übertragen. Zu ihrem Job gehören die eigenständige Zusammenstellung von Güterzügen aus den einzelnen Waggons an Bahnhöfen und Zugbildungsanlagen sowie die Überführung fertiger Züge zu Güterbahnhöfen oder Schnittstellen auf dem Firmengelände der Kunden. Die Tätigkeit umfasst auch die eigenverantwort...


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