Stephan Fischer 21.05.2015 / Kultur

Die Asche vom Paradies

Das Theater Strahl spielt »The working dead« im KAOS in Oberschöneweide

Die Untoten einer untergegangenen Arbeitswelt, ihre Kinder und Enkel: das Theater Strahl spielt »the working dead« in Berlin-Oberschöneweide in einer alten Fabrikhalle – in Sichtweite der alten Arbeitsplätze.

Finn (Franz Lenski) will alles wegsprengen: Resetknopf, Ground Zero im Hauptstadt-Südosten - alles hier in Oberschöneweide hat doch keine Zukunft. Tamarah mit h (Alice Bauer) will sich raustanzen und wenn es nur nach Dresden ist. Und Jenny (Banafsche Hourmazdi) fragt sich, welche Möglichkeiten gibt es im Hier und Jetzt? Sie will Friseuse werden, auch »wenn dit jetzt nichmehr so heißt«.

Industrielles Erbe, Ruinenschick, Bars am Spreestrand vor Fabrikhallenkulissen - Außensicht. Innensicht der Menschen, die hier leben: »Dönerbuden- und Nagelstudiostrich« auf der Wilhelminenhofstraße. Den Jungen ist das Jetzt nichts, die Zukunft fernes Land und das Alte nicht geheuer. In den Hallen taucht ein Chor Zombies auf, »the working dead« - untotes, schlurfendes gar nicht stolzes Industrieproletariat: drei Schichten bei KWO, in der Batteriebude (VEB Akkumulatorenwerk) oder als TROjaner, 40 Jahre schimpfen auf die da oben, sich in Dreierreihen ...

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