Ismail Küpeli 22.05.2015 / Bewegung

Beschäftigte gegen ihre Gewerkschaft

Im türkischen Metallsektor toben Arbeitskämpfe

Dass Angestellte mit ihren Gewerkschaften unzufrieden sind, ist nicht selten. Dass daraus ein größerer Protest wird dann schon eher: So geschehen in der Türkei. Die Gewerkschaft ist zufrieden, die Arbeiter streiken weiter!

Die Tatsache, dass Arbeiter bisweilen über Tarifabschlüsse und die erzielten Lohnerhöhungen unzufrieden sind, ist meist Anlass, beim Feierabendbier auf die Chefs, die wirtschaftliche Lage und vielleicht die Gewerkschaften zu schimpfen. Selten wächst daraus mehr, wie gerade im Automobil- und Metallsektor der Türkei.

Am vorigen Freitag erfuhren die Beschäftigten im Renault-Werk in Bursa, auf welchen Kompromiss sich der Arbeitgeberverband im Metallsektor und Türk-Is, der größte Gewerkschaftsverband, in der Tarifrunde geeinigt hatten. Weil die erzielten Lohnerhöhungen unterhalb jener lagen, die in anderen Betrieben im Metallsektor erzielt wurden, gingen die Arbeiter nicht zurück an die Arbeit. Trotz Beschwichtigungsversuche der Türk-Is und Drohungen seitens der Unternehmensführung setzen sie weiter die Produktion aus. Als Reaktion auf die Haltung der Türk-Is folgten massenhafte Austritte aus der Gewerkschaft.

Inzwischen hat sich ...

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