Als der Reichspräsident den Streik verbot

Auch im Jahr 1922 legten in Deutschland Lokführer die Arbeit nieder - Unterstützung erhielten sie nur von den Kommunisten

  • Von Florian Wilde
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Eine kleine Lokführergewerkschaft gegen den Rest - dieses Szenario gab es bereits vor mehr als 90 Jahren. Auch damals ging es um Grundsätzliches.

Streiks der Lokomotivführer sorgten in Deutschland schon immer für große Aufregung. So auch der Eisenbahnerstreik im Februar 1922. Auch damals ging es um Löhne und Arbeitszeiten. Zentrale Forderung war die automatische Anpassung der Bezüge an die galoppierende Inflation. Außerdem versuchten die Lokführer, eine der großen Errungenschaften der Novemberrevolution zu verteidigen: den Acht-Stunden-Tag, den die sozialdemokratisch geführte Reichsregierung durch ein Sondergesetz für die Eisenbahner wieder abschaffen wollte. Erbitterten Widerstand dagegen leistete die »Reichsgewerkschaft Deutscher Eisenbahnbeamter und Anwärter«, deren größte Mitgliedsorganisation die Gewerkschaft Deutsche Lokomotivführer (GDL) bildete.

Die Reichsgewerkschaft organisierte mit ihren etwa 200 000 Mitgliedern aber nur eine Minderheit der Eisenbahner. Etwa doppelt so viele waren in der ADGB-Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner-Verband (DEV) organisiert. Während d...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 598 Wörter (4472 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.